Bringt Fuji die digitale Available-Light-Revolution?
Freitag 6 Februar 2009 - Filed under Foto

Kleinbildfreunde werden sich erinnern: ISO-Werte von 3.200 waren möglich, und wer kunstvoll mit Spezialentwickler umging, konnte auf diese Weise sogar einen popeligen 800-Iso-Film hochziehen. Korn hin, Korn her – hauptsache es gab noch ein Foto, das nicht von einem Blitz versaut war.
Seit der digitalen Revolution stehen viele Available-Light Freunde, aber auch engagierte Porträt- und Nachtfotografen auf dem Schlauch: Irgendwie rauscht es immer, und zwar so, dass man manche Kameras unmittelbar nach dem Kauf dem Mülleimer übergeben möchte.
Doch nun glaubt Fujifilm, die Lösung gefunden zu haben, denn im Pressetext für eine neue 12-Megaxpixel-Kamera heißt es:
Bei der Priorität "Hohe Lichtempfindlichkeit und geringes Bildrauschen" werden zwei benachbarte Pixel derselben Farbe zusammengefasst. Damit wird aus zwei Pixeln ein Pixel mit doppelter Größe. Die Lichtempfindlichkeit wird dadurch erhöht und das Bildrauschen deutlich gemindert.
Das Resultat: eine hervorragende Bildqualität auch bei schwierigen Lichtverhältnissen – bis zu ISO 12800 sollen möglich sein, allerdings bei "nur" bei 3 Megapixeln – doch das reicht für die Internetfotografie völlig aus. Einziges Problem bleibt das Zoom: Wahrscheinlich sollte es aus Marketinggründen ein 5-fach-Zoom sein, und bei ihm fällt die Anfangsöffnung mit 1:3,3 eher etwas mager aus.
Die Praxis wird zeigen, was die neue Kamera wirklich kann. Der Preis für die 200FXR wird mit ca. 350 Euro veranschlagt und liegt damit in einem erträglichen Rahmen, doch wird mancher Käufer von den Vorzügen des "variablen Sensors" erst noch zu überzeugen sein. Sollet er wirklich so gut funktionieren, wie Fuji schreibt, dann wäre die Kamera eine Sensation – wenn nicht, dann ist sei eine unter Dutzenden.
Weitere tecnische Daten in der Pressemitteilung.
2009-02-06 » admin