Fraunhofer-Institut präsentiert eScrabble
abgelegt im Archiv Lifestyle am 08.11.07

Ich muss ja zugeben, dass ich gerne spiele - auch nicht-elektronische Brettspiele wie Scrabble. Aber wenn man der aktuellen Pressemitteilung des Fraunhofer Insitut Glauben schenken darf, sind nun auch die Offline-Tage von Scrabble gezählt. Auf der Productronica vom 13. bis 16. November in München kann man das Spiel schon ansehen. Das Spiel wird dann komplett vernetzt zur Verfügung stehen und der Nutzer könnte auf folgendes Szenario stoßen:
Der Spieler zögert. Ein Blick auf das OLED-Display seiner Spielsteinebank verrät ihm, dass er mit den vorhandenen Scrabble-Steinen maximal 52 Punkte erreichen kann. Ein Lächeln. Er legt an - Höchstpunktzahl!
Woher er das weiß? Das Spielbrett hat in Sekundenschnelle die gelegten Steine und deren Werte erkannt und die Gesamtpunktzahl auf der Spielsteinebank angezeigt. Möglich ist dies durch die drahtlose Vernetzung aller Spielelemente, also des Brettes, der Spielbänke und sämtlicher 102 Buchstabensteine. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, denn die gesamte Elektronik von der Stromversorgung über den Prozessor bis hin zum funk muss auf weniger als 3 Millimeter Spielhöhe untergebracht werden.
Was also von außen aussieht wie ein handelsübliches Scrabble-Spiel ist tatsächlich vollgepackt mit hochkomplexer Lese- und Auswerteelektronik. Es soll vor allem auch für Spieler mit Lese-Rechtschreibschwäche interessant sein, denn sie können im spielerischen Umgang ihre Kenntnisse der Schriftsprache verbessern. Wer auf der Productronika ist kann live mitspielen und mit etwas Glück einen iPod gewinnen.
Die technischen Besonderheiten im Überblick:
- Nutzen der Einbetttechnik für großflächige Substrate
- Unterteilung des Bretts in 15 parallel lesbare Blöcke zur Optimierung von Zeit- und Energiebedarf, Auslesung des kompletten Spielbretts (225 Felder) in weniger als 2 Sekunden
- erhebliche Bauteilreduzierung 1. durch Multiplexen im analogen Bereich und 2. mittels impedanzangepasstem Antennennetzwerk
- drahtlose Informationsübertragung der Daten (Spieleridentifikation, Buchstabe, Steinwert) zu den Spielsteinen per RFID (13,56 MHz), zwischen Spielbrett und den Spielbänken über 2,4 GHz für Daten wie das optimale Wort, Spielername, Buchstabenkennung, Uhrzeit, usw.
- kein gesondertes Netzteil nötig, da Akkuaufladung per USB
- Rapid Prototyping für 3D-Aufbauten
Permalink: Fraunhofer-Institut präsentiert eScrabble
Tags: Productronica eScrabble Fraunhofer Institut Spiel
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Kommentar von:
Claus
(18.03.08 13:15 Uhr)
Wo und wann bitteschön erfolgt der Umstieg ins vollelektronische Leben?
