Radionostalgie: die Rückkehr des Drehkondensators
Mittwoch 8 Juli 2009 - Filed under Lautsprecher und Soundsysteme
Wenn Sie schon alles haben – dies hier haben Sie sicher noch nicht: Ein radio im "alten Stil", etwa wie in den 1950er Jahren, wenngleich sich drinnen durchaus moderne Technik ausbreitet – um einen "Geradeausempfänger" handelt es sich also nicht.

Wer das putzige Radio haben will, muss einen Lötkolben schwingen können: Hersteller FRANZIS liefert das Gerät nur zum Selbstbauen und setzt auch ein bisschen auf Bastler- und Radionostalgie: Wenn es fertig ist, soll man damit nachts die weite Welt belauschen können – zum Beispiel Bukarest, Lissabon und London. Am Tage ist die Mittelwelle nur schwer zu empfangen – warum das so ist, kann man bei Wikipedia nachlesen..
Erinnert uns das an etwas? Radio Luxemburg zum Beispiel, auf der Mittelwelle und im 49-m-Band? Ich kann mich persönlich noch an Zeiten erinnern, in denen man sehnsüchtig vor dem Radio gesessen hat – mal, um die Hitparade mit Camillo Felgen zu hören und mal, um Funkamateure auf der ganzen Welt zu belauschen.
Der "kristallklare" Klang dürfte allerdings etwas übertrieben sein. Das Radio kann nicht mehr, als die Mittelwelle nun mal nur einen geringen Frequenzbereich wiedergibt, zumal sie von zahllosen Störungen überlagert wird. Übrigens dürfte die Freuden an der Mittelwelle nicht lange anhalten: Bereits jetzt wurden viele Mittelwellensender abgeschaltet – und 2012 soll es dann in der EU überhaupt keinen Mittelwellenempfang mehr geben.
Quelle: PR FRANZIS, eigene Recherchen.
Erhältlich bei FRANZIS.
Das Video ist ein bisschen langweilig – aber wie auch immer: Man kann sein Gadget auch von einem Lötkolbenschwinger zusammenbauen lassen.
Das Foto ist © 2009 by Franzis.
2009-07-08 » admin