Seht – es ist eine Olympus PEN
Donnerstag 18 Juni 2009 - Filed under Foto

Was gibt es noch außer einer Spiegelreflexkamera und einer Schnellschusskamera für den Urlaub? Ja, es gibt eine ganze Menge dazwischen, versteht sich. Im Bestreben, etwas ganz Besonderes zu bieten, sehen wir vor allem Designerkameras ehemals wirklich bedeutender Namen für die Vitrine. Bridgekameras sind gut und billig, aber das ist genau das, was die Hersteller eigentlich gar nicht so gerne sehen.

Olympus hält bei den Kompaktkameras tüchtig mit – baut aber auch auf einen Gedanken, der heute eigentlich überholt ist: "die kleine Spiegelreflex", die einstmals unter dem Namen PEN Furore machte. Olympus sicherte sich mit jedem Verkauf einer PEN auch den Folgemarkt: Während alle Objektivhersteller sich daran machten, Asahi (Pentax), nikon und Canon das Folgegeschäft abzujagen, lebte Olympus dank PEN-Kunden auf der Insel der Seligen.

Die Kamera sieht sehr nostalgisch aus, ist eine Spiegelreflex ohne Spiegel und kostet richtig Geld. Offenbar wollte OLYMPUS im 50 Jahr nach Einführung der PEN noch einmal beweisen, dass die Idee nicht gestorben ist. Allerdings war die PEN von 1959 eine Art Boxkamera im Kleinbildformat und nicht mehr. Erst die PEN F von 1963 hatte ein wirklich ansprechendes Design und eine zeitgemäße Funktionalität.
Bei der neuen Kamera fehlen wirkliche Innovationen. Man verkauft eine gewöhnliche Four-Third im Nostalgielook, das ist alles. Von der Pressemitteilung "einer der innovativsten Olympus Kameras" bis zum praktischen Gebrauchswert des Geräts dürften sich manche Fragen ergeben – zum Beispiel, was den stolzen Preis von 899 USD rechtfertigt, und warum man auf einen eingebauten Blitz verzichtet hat.
Bildquellen: Olympus, Olympus via Ubergizmo (oben)
Details: Olympus, sephpferd recherche.
2009-06-18 » admin