Trockenübung vom Photoindustrie-Verband
Donnerstag 15 Januar 2009 - Filed under Foto
Der Photoindustrie-Verband in Frankfurt hat gerade eine viel gedruckte Pressemitteilung lanciert, in der davor gewarnt wurde, Digitalkameras feucht werden zu lassen – dies, so der Verband, würde der Elektronik schaden, wörtlich
"Durch Feuchtigkeit in jeder Form, als Nebel, Regen, Schnee oder als Brandungsgischt, kann die Kameraelektronik Schaden erleiden. Den sichersten Schutz stelle ein passendes Unterwassergehäuse dar".
Ich freue mich ja, wenn zur Vorsicht geraten wird – vom Einsatz unter der Dusche würde ich auch abraten – aber dass eine Digitalkamera nicht einmal einen Einsatz im Nebel überstehen soll, ist mir neu.
Wäre das so, dann müsste die Industrie über andere Konzepte nachdenken – denn selbst die rein mechanischen Schlitzverschlusskameras konnten ohne Bedenken bei Nebel eingesetzt werden.
Zudem rät der Verband, Frontlinsen nur mit "speziellen Tüchern" zu reinigen. Also ich habe dafür Brillenputztücher entdeckt – spezielle Tücher empfand ich immer als bei Weitem zu teuer und überflüssig, zumal sie ständig verdrecken.
Was meint eigentlich ihr dazu? Muss man seine Digitalkamera im Nebel oder bei leichtem Regen durch ein Unterwassergehäuse schützen?
2009-01-15 » admin

23 Januar 2009 @ 17:51
Da wird wohl jemand nach der Anzahl der verfassten Presseerklärungen bezahlt. Selbst leichter Nieselregen macht einer normalen Kamera nichts, wenn man es nicht übertreibt. Gegebenenfalls hiflt hier auch ein Gefrierbeutel mit Loch für das Objektiv.
Vermutlich soll nur der Verkauf von Unterwassergehäusen und “speziellen Reinigungstüchern” angekurbelt werden. Sicher sollte man die Linse nicht mit dem Scotch-Prit reinigen, aber ein sauberes Geschirrtuch oder ein feiner Microfaser-Lappen tun es allemal.
Lediglich bei starken Temperaturschwankungen sollte man der Kamera, wie allen elektronischen Geräten eine Aklimatisationszeit einräumen bevor man sie wieder benutzt.
Man kann auch alles übertreiben